Blogumne – 00016 brüder bis auf’s fleisch und blut

brüder im sport. das sollte doch eigentlich stoff liefern wie aus griechischen sagen. oder wie aus der bibel. doch bei der whatever-generation ist eben alles ein bisschen anders. die gebrüder schoch gewinnen gold und silber in turin und statt sich zu prügeln sieht man sie grinsen grinsen grinsen. später im interview werden sie insistieren, der eine gönne dem anderen den sieg von ganzem herzen. jetzt kommt schon … unmöglich! eigentlich müsste der verlierer dem sieger gleich hier und jetzt im zielraum den helm vom kopf reissen und ihn mit ein paar gezielten schlägen mit der snowboardkante umbringen. stattdessen gibts einen big hug und beide grinsen breitmaulig für die kameras um die wette.

wenn die beiden schochs so mustergültig ihre zähne zeigen, kann man sie tatsächlich kaum auseinander halten – zumindest solange sie ihren helm tragen. erst ohne helm wird klar, dass beim einen schoch, glaubs dem simon, irgendein gen nicht ganz mitspielt und die haare deutlich höher ansetzen lässt. aber wenn man sie in voller montur sieht, und sich wundert welcher ist jetzt welcher, kommt leicht ein klon verdacht auf.

die gebrüder schoch werden einem fast sympathisch bis man erfährt, dass sie ausgerechnet bundesrat blocher an ihre siegesfeier eingeladen haben. eigentlich nicht neues, snowboarder sind bekanntlich bünzlis im rebellen outfit. immerhin klärt sich dadurch eine frage, die bisher erst als vage vermutung herumgeschwirrt ist. dieses grinsen war einem doch immer schon irgendwie bekannt vorgekommen. und so ist es. wenn er nicht gerade den rabauken gibt oder schmollt, zeigt bundesrat blocher in gewissen momenten das genau gleiche grinsen wie die gebrüder schoch. oder ist es gerade umgekehrt und sie haben es von ihm? hat der bonz vom herrliberg so lange rumgeblochert bis es unten im fischenthal schoch um schoch reingeschochert hat? die eltern schoch grinsen jedenfalls ganz anders. oder gibt es am ende gar irgendwo eine strenggeheime blochersche klon fabrik? ein waschechter skandal?

genug schoch, jetzt gibts einen schwenk. wieder brüder. wieder sport. aber eigentlich geht es jetzt um ärzte. und diesmal kommt eine mutter mit ins spiel.

hakan und murat yakin. eigentlich sind sie fussballer, aber man sieht sie nur selten auf dem platz. beide zwickt es immer irgendwo. im oberschenkel den einen, in der leiste den anderen. eine verzwickte situation. ich stell mir das telefonat vor, “hallo coach, ich kann nicht spielen, mich zwickts”. statt fussball zu spielen sieht und hört man die yakins an jeder hundsverlochete an der es irgendwelche promis gibt. gewisse tv journalisten scheinen immer noch nicht gemerkt zu haben, dass die beiden yakins absolut gar nichts zu sagen haben.

aber ich schweife ab; beim hakan zwickt also die leiste, und er fährt zum spezialisten nach paris, der bereits den ronaldo geflickt hat. alle hoffen auf die wunderkur. doch der spezialist überrascht alle in dem er vorallem auf die falsche diät von hakan hinweist. er esse viel zu viel fleisch und süsses, sein körper sei dadurch komplett übersäuert.

ok, jetzt mal im ernst, ihr herrn doktoren, gehts eigentlich noch? wieviele verschiedene ärzte und spezialisten hat hakan bereits besucht? und erst jetzt stellt einer mal das offensichtlichste fest? verstehen etwa die halbgötter in weiss vor lauter fleisch und knochen die einfachsten zusammenhänge nicht mehr?

als ich diese neuigkeit gelesen habe sind meine gedanken unweigerlich zu mutter ermine yakin gewandert. die hat sicher ein-, zweimal leer geschluckt als sie vom übersäuerten körper ihres sohnemannes gehört hat. vielleicht hat sie an die vielen döners und kebabs gedacht, die sie ihren söhnen mit dem dreiradvelo und so. die geschichte kennen wir ja. “mein döner soll schuld sein?”, fragt sich ermine etwas verzweifelt. doch wie wir ermine einschätzen geht sie sicher schnell zu konstruktiveren gedanken über und sie kramt jetzt ihre kochbücher nach vegetarischen sandwich spezialitäten durch. es gibt sie, ermine, es gibt sie. unter f wie falafel.

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