ich war ja einer dieser leute, die irgendwie immer daran glaubten, dass es schon gut kommt, dass sich die welt bald zum besseren wandlen wird – jetzt nicht so age of aquarius mässig, aber irgendwie schon. ich glaubte, dass die welt immer toleranter wird, offener auch, die menschen immer informierter und dadurch grosszügiger. und eine zeitlang gegen ende des letzten jahrhunderts sah es auch echt ziemlich gut aus.
doch diesen glauben habe ich seit einigen jahren verloren. alles wird eigentlich nur noch beschissener, die menschen werden untoleranter, die extremisten aller schattierungen gewinnen immer mehr boden, trotz unverkennbarer, öekologischer notlage mag niemand seinen lebenswandel auch nur ein wenig anpassen (nach 34 mal in einem jahr habe ich aufgehört zu zählen wieviel nur mir als vegetarischer einzelperson und projektionsfläche “ich habe halt gerne fleisch” gesagt wird). sogar das bloggen interessiert mich inzwischen keinen deut mehr. inzwischen bin ich so desillusioniert, dass ich meine zeit am liebsten in einem stupiden videospiel verplempere – die rückkehr zum nihilismus.
wie weiter? eigentlich ist da nichts. und aus nichts kann nichts werden. doch was ist, kann nicht zu nichts gemacht werden. aber wenn da eigentlich nichts ist… der endlose loop unserer verfickten existenz.
och gott, ich hass mich wenn ich so drauf bin. aber es muss doch wieder mal gesagt sein…


