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OFFENER WIKI-BRIEF AN YB UND DIE BETREIBERINNEN DES STADIONS WANKDORF

Warum dieser offene Brief | Die Argumente | Die Unterzeichnenden

Warum dieser Brief? Und warum jetzt?

Wir sehen leider Schwarz für die Zukunft von YB und wir wollten sie doch unbedingt Gelb-Schwarz sehen. Ein schönes, neues Stadion ist gut – ein halbleeres (ist das Stadion halbleer oder halbvoll?), neues Stadion wäre traurig. Aber darauf steuern wir zu, falls nicht schnellstens wichtige Massnahmen ergriffen werden. (ergänzen! umformulieren!)

“Aber gestern war doch erst das erste YB Heimspiel im neuen Stadion. Warum also jetzt bereits losmotzen?”. Diese Frage ist absolut berechtigt. Und dennoch, mit der Anzahl von Böcken die die YB- und Stadion-Macher bereits abgeschossen haben ist es möglicherweise jetzt schon zu spät. Wir konzentrieren uns in diesem Offenen Breif schwerpunktmässig auf die Bereiche Kommunikation, Eventmanagment, Gestaltung, weil wir denken, dass gerade in diesen Bereichen viele Fehler gemacht worden sind und eine zuwenig breite Abstützung bei lokalen Experten angestrebt worden ist. (umformulieren!)

Wiki: mitschreiben – umformulieren – ergänzen leider kein wiki mehr …

JZ: Ich verstehe diesen Offenen Wiki-Brief als einen Anfang und würde mich freuen wenn Leute helfen würden ihn fertigzuschreiben und zu editieren. Ich erhebe keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit oder auf abgeschlossene Argumentation oder Formulierungen. Darum Wiki. Als Mitautoren wünsche ich mir deshalb Experten aus den Bereichen Kommunikation, Eventplanung und Gestaltung, und richte mich primär an Professionelle aus diesem Feldern. Unterschrieben werden kann der Offene Wiki-Brief von allen die inhaltlich dahinterstehen können. Eine Unterschrift ist in diesem Format auch mit kleinen Einschränkungen denkbar. Aber keine Romane bitte.

Ein Wiki ist ein offenes Format, bei dem Jeder/Jede sich beteiligen, mitschrieben, umformulieren, ergänzen darf. Falls du ein Wiki-Neuling bist und dich beteiligen willst, herzlich willkommen. Einfach auf Edit this Entry klicken und loslegen. Einige Wiki-Grundsätze gilt es dennoch zu beachten:

* Bitte kein destruktives editieren.
* bestehende Argumente ergänzen, umformulieren, aber nur in den seltensten und nur in zwingenden Faellen inhaltlich verändern.
* neue Argument dazuschreiben und dann sehen ob es zu einem Konses kommt.

Wer schreibt diesen Brief?

Gestartet wurde der Offene Wiki-Brief am 7.8.2005 von Jan Zuppinger, einem Berner Webgestalter und -entwickler und langjährigen YB-fan. In einem Wiki soll er hoffentlich von Berner Experten in Kommunikation, Eventmanagent und Gestaltung ergänzt und ausgefuehrt werden. Siehe auch, die Die Unterzeichnenden. (umformulieren!)

Warum dieser offene Brief | Die Argumente | Die Unterzeichnenden

Die Argumente

Wankdorf!

Nennt es wieder Wankdorf! Das andere Wort vermeiden wir hier nach Möglichkeit, denn es sollte möglichst schnell wieder aus dem Berner Vokabular gestrichen werden. Die Bezeichnung Stade de Suisse Wankdorf ist ein unausprechbares Kommunikationsdesaster; und zudem ein dummer Kompromiss, der es auf gut Bernerische Art allen recht machen will, es dabei aber niemandem tut. Das Stade de France in ehren, doch diese Referenz macht doch hier schlicht und ergreifend keinen Sinn. Falls der Französische Name als Geste an unserer Mitschweizer aus der Romandie gedacht sein sollte, dann müssten wir in unserem Land doch konsequenterweise auch die Italienische, Rätoromanische und Deutsche Übersetzung anhängen, oder? Und dann bräuchte der jeweilige Platzspeaker definitiv 5 Minuten um den Namen komplett auszusprechen. In der Kommunikation dieser Namensänderung sind massive Fehler begangen worden. Also: kommt weg von diesem französischen Namen (wir sind in der Stadt Bern!) und nennt unser Stadion wieder so, wie es ihm zusteht! Nämlich: Wankdorf!

Und Achtung: Bald könnte es einem Schlaumeier einfallen das Stadion in BKW-Arena oder Coop-Stadium oder sonstwas in der Richtung umzubenennen. Auch das wäre keine besonders originelle Idee und auf die paar Fränkli, die man dabei verdienen könnte verzichten wir gerne. Es bleibt dabei, es gibt nur einen Namen: Wankdorf!

(ausführen! umformulieren! ergänzen)

Preispolitik

Der Preisaufschlag ist zu steil. Oder mindestens zu schnell zu steil. Allenfalls hätte man einen solch massiven Preisaufstieg schrittweise über ein paar Saisons verteilt einführen können. Im Neufeld hat sich eine Fankultur aufgebaut die vorallem aus jungen Fans besteht. Mit Matchprogramm und einer Wurst kostet ein YB Match heute schnell mal 50 Franken. Wir bezweiflen, dass sich die Mitglieder dieser bekanntermassen fragilen jungen Fanbasis im zweiwöchentlich Takt einen solchen Betrag leisten kann. Wir sind weder Basel, mit einer enorm breiten fussballverrückten Basis, noch sind wir Chelsea, welches mit einer Erhöhung ihrer Preise ganz leicht die Herkommensschicht ihrer Fans hat auswechseln können. Die Frage sei erlaubt, in welchem Sektor hatte es am Meisterschafts Eröffnungsspiel am meisten freie Sitze? Auf der Hauptbuehne mit den exorbitanten Preisen. Die Bonzen kommen also nicht. Bei der Kommunikation und Planung dieser Preispolitik sind massive Fehler geschehen. Fehlende Transparenz. Unklare Vorgehensweise, Umzonungen, Verwirrung in der Benennung der Sektoren, Familiensektor unterhalb der gegnerischen Fankurve, zuwenige Freisitz-Sektoren für Saisonkartenhalter. (ausführen! umformulieren! ergänzen)

Ticketing

Ein Wort genügt: katastrophal. Dies ist wohl der einzige Punkt der auch allen Verantwortlichen ohne jeglichen Zweifel klar ist. So geht das nicht. Gefragt sind jetzt Goodwill Aktionen. (ergänzen! umformulieren)

Sektoren

Die gewählte Preispolitik scheint zum Ziel zu haben möglichst viele Besucher zum Kauf eines Saisonabis zu motivieren. Dies ist eine Vermutung, sie drängt sich aber auf. Falls es so ist, muss dies mit Transparenz kommuniziert werden. Und gleichzeitig ist eine solche Strategie eigentlich unzulässlich für einen Klub mit einer, lets face it, solch schmalen Fanbasis. Ein FC Barcelona kann sich eine solche Strategie leisten. Ein Klub wie YB, der eigentlich noch darum zittern muss, ob er auf den erwünschten Publikumsschnitt kommen wird, kann dies sicherlich nicht. Es muss ausser dem Stehplatz-Sektor (denn nicht alle können es sich vorstellen bei den “Hools” zu stehen) billige Alternativen für die Tageskassenkäufer geben. (ergänzen! umformulieren!)

Logo Redesign

Logo-Kritiken von Berner Graphikern und Gestaltern:

* oh gott einmal mehr ein schlechter versuch ein geniales logo zu modernisieren und dabei die ganze klasse zu verlieren.

Lopetz, Graphiker, Buro Destruct Bern

* liebe young boys, mit zwei weinenden augen muss man leider in zukunft, eine weitere lösung einer misslungenen logoüberarbeitung akzeptieren. die würdevolle ausstrahlung und die klasse des alten emblems, gleicht nun mehr noch einem auftritt eines in der rangliste schlechtplatzierten dritte liga fussballclubs.

Marc Brunner, Buro Destruct, Bern

* Das nenne ich kein Redesign sondern eine Verschandelung des alten Logos – man kann doch nicht einfach das alte Logo: http://fest.be/images/logos/ybLogo.gif amputieren (BSC wegschneiden), ein Sternchen draufsetzen und erwarten, dass dies visuell noch aufgeht. Das B fällt optisch runter, was der/die Gestalterin wohl auch merken musste und behelfsmässig noch einen Pseudo-3d-Kreis drumgebastelt hat. Igitt!

franziska nyffeler, gestalterin und dozentin schule für gestaltung bern&biel

* Beim sogenannte Redesign konnte sich der Gestalter nicht zwischen retro und zeitgemäss entscheiden. Dadurch ist es ein Zwitterding ohne klare Linie oder Handschrift geworden. Die Raumaufteilung ist total missraten und fällt gegen rechts unten auseinander.

jan zuppinger, kein graphiker, aber hat trotzdem eine meinung, bern

(ergaenzen!)

Gems-Tshirts

Wir wissen nicht wo Gems ihre Shirt-Designer her nimmt, aber was die uns seit ein paar Saisons antun ist unter jedem Hund, oder muss man in diesem Fall sagen unter jedem Hemd. Diese Saison ist das eigentliche Shirt Design etwas besser ausgefallen, aber das YB-Gelb ist weiterhin komplett verfehlt. YB spielt tradionsgemäss in einem warmen, goldenen Gelb. Gems hat das Gelb zu einem leuchtenden, grünlichen Ton gewandlt. Frabenpyschologisch steht ein rötliches, warmes Gelb fuer Optimismus, während ein grünliches, schrilles Gelb für Eifersucht und Angst steht. Der Font der Rückennummern ist nachwievor praktisch unlesbar. (ergänzen!)

Stade TV

Dies ist ein “nice to have” nicht ein “must have”. Die Einführung eines Stade TV könnte allenfalls nach einer ersten, gelungenen Saison ins Auge gefasst werden, nachdem man sich einen guten, soliden Zuschauerschnitt aufgebaut hat. Mit der übermotivierten jetzigen Einführung schiesst man sich ein Eigengoal, und so wird es bald nur noch peinlich wirken. Zudem trägt es zur Reizüberflutung total bei, da es viel zu dominant gefeatured wird. Die Stade TV sendungen sollten viel optionaler, diskreter angeboten werden, wie es in anderen Klubs mit solchen Sendern übrigens auch praktiziert wird. Durch Volumen und Timing wird in der jetzigen Form von Stade TV viel zu viel Raum eingenommen. Zudem, nennt es Wankdorf TV und nicht wenige werden sich überzeugen lassen. (ergänzen! umformulieren!)

Volume Jingles

Wenn man nach einem Fussballspiel das gleiche Pfeifen im Ohr hat wie nach einem Rockkonzert dann spricht das zwar für die Anlage, aber sicherlich gegen den Techniker. Es gilt der alte Grundsatz, gute Anlagen tönen auch leise gut. Gewisse Jingles (totomat) sind saumässig schrill – entweder neu machen, oder volumenmässig vorsichtiger fahren, bitte. (ergänzen!)

Big Brother is watching you

Es wird gemunklet, dass eine ultra-moderne Videoüberwachungsanlage in das Stadion eingebaut wurde, und dass die Polizei bereits an diesen Daten interessiert ist. Wie wird mit diesem Thema umgegangen? Kommunikationsthema. Transparenz. (ergaenzen!)

Catering

Wir brauchen nicht das gleiche lieblose Catering wie in Basel. Der einzige Unterschied im Angebot ist die YB-Wurst – die muss natürlich bleiben. Aber dass den Anbietern hier nichts Weiteres einfällt als Pizza, Hamburger und Kebab ist schon etwas langweilig. Wir haben doch in Bern eine umtriebige Latino-Szene, die machen immer noch den besten Fast-Food auf der Welt. Vom Bier will ich gar nicht reden – muss leider trotzdem. Die Carlsberg-Brühe ist unsäglich, da schmeckt man keinen Unterschied zwischen dem alkoholfreien und dem normalen Bier (hatte jedenfalls den Eindruck, dass der Geschmack bei Thun-Kiew der gleiche war, wie bei den YB-Matches). Nichts gegen die Globalisierung, aber dann bitte ein anständiges Globalbier, wie z.B. ein tschechisches. Oder dann eben ein einheimisches: Boxer, Egger… Und noch ein Hinweis an die fliegenden Verkäufer: die blöde Mütze mit dem saublöden Stadionnamen ist nicht gerade verkaufsfördernd.

Das Eröffnungsdebakel

huch, wer mag dazu schon noch irgend etwas sagen…

Weitere Themen

Die Lösungsvorschläge

Die Zukunft

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Die Unterzeichnenden

Jan Zuppinger, Webdesigner Webentwickler, DJ, Blogger, YB-Fan

Hugi Elch, Mythologe, Sportfan, YB-Observator

About the Author

Jan Zuppinger has been writing this blog since 2002. He likes to grow vegetables. He likes to eat them too. He has opinions on everything, but sadly no one cares. Jan Zuppinger is not joking, just joking, he is joking, just joking, he's not joking. *click.