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  • MINARETT-VERBOT: NICHT IN MEINEM NAMEN

    Jan Zup[ping]er 07:37:28 on 9.12.2009 | 0 Permalink | Reply

    Die Entscheidung vom vergangenen Sonntag gegen den Bau von Minaretten hat weltweit Schocks und Missbilligung ausgelöst und dem Ruf der Schweiz als ein Land der Toleranz und des kulturellen Pluralismus empfindlichen Schaden zugefügt.

    Zeigen wir der Welt, dass wir dieses Verbot aufs schärfste verurteilen und dass die Schweizer Bevölkerung sich grundsätzlich entschlossen gegen Angstmache und Vorurteile stellt.

    Geben Sie bitte nachstehender Petition auch Ihre Stimme – sie wird in Zeitungen muslimischer Länder veröffentlicht, sobald wir 100.000 Unterschriften gesammelt haben.

    Sunday´s vote against the building of minarets has sparked shock and widespread condemnation from all corners of the world, tarnishing Switzerland´s reputation as a land of tolerance and cultural pluralism.

    Let´s show that we strongly disagree with the ban and that Swiss people remain genuinely committed to fight fear and prejudice.

    Add your voice to the petition below, and it will be delivered to newspapers across the muslim world when we reach 100,000 signatures.

    sign here


    Tags: , , racism
     
  • die medien gemachte schlacht von bern

    Jan Zup[ping]er 08:41:54 on 8.10.2007 | 5 Permalink | Reply

    alle zeigen momentan mit fingern auf daniele jenni oder die polizei oder die chaoten oder das schwarze schaf, doch mein finger zeigt in eine andere richtung: auf die medien. diese ganze geschichte ist zu einem riesigen prozentsatz medien gemacht. die rolle der medien bei dieser ganzen geschichte um die “krawalle in bern” war wieder einmal saumässig unverantwortungsbewusst. es ist wirklich zum kotzen.

    warum wird fast nur über die zerstörung berichtet?

    bereits im vorfeld wurde die sache in den medien während wochen aufgebauscht, nein, heraufbeschwört, ist das korrekte wort hier. und in der nachbearbeitung fokusieren die medien wiederum nur auf die randale, die sachbeschädigungen, auf ihr produkt eigentlich; auf die story, die sie in dieser form mitprovoziert haben. die berichterstattung hätte sehr wohl auf das friedliche fest auf dem münsterplatz fokusieren können, wo über den tag verteilt 6000 leute eine wirklich gelungene protestveranstaltung gegen den rassimus gefeiert haben. stattdessen wird nur über die paar hundert randalierenden berichtet.

    ganz fest gegen rassismus

    warum diese route?

    warum fragt (fast) niemand die richtigen fragen: warum bloss hat die SVP ausgerechnet auf diese route insistiert für einen marsch, der bereits in seiner anlage als riesige provokation gelten muss, speziell wenn er in der rotgrünen hochburg bern stattfinden soll?

    die meisten demos beginnen seit eh und je bei der schützenmatte, nicht am aargauerstalden. letzterer ort liegt strategisch sehr schlecht: weit ab vom bahnhof, ohne gute parkmöglichkeiten in unmittelbarer nähe sowie ausserhalb der nydeggbrücke und dadurch an einem sehr leicht kontrollierbaren ort. wieso bloss wollte die SVP ihren marsch ausgerechnet dort beginnen?

    falls die schützenmatte wegen ihrer nähe zur reitschule nicht ging, wäre eine andere variante gewesen, sich direkt auf dem bundesplatz zu besammeln. auch zu diesem platz gibt es mehrere zugänge, und nicht bloss ein nadelöhr, wie es eine brücke immer darstellt.

    ich bin kein geschichtsexperte, aber selbst mir ist bekannt, dass die brücke am unteren ende der aareschlaufe eine der schutzmassnahmen darstellte, zu zeiten als bern noch ein eigenständiger staat war und sich gegen mögliche eindringlinge schützen musste. brücken sind bekanntlich leicht kontrollierbar.

    träumt weiter!

    hat die polizei keinen funk?

    beim bundesplatz sind meines erachtens die schlimmsten und verurteilunsgwürdigsten gewaltakte geschehen. doch auch hier geht etwas nicht ganz auf: warum wurden ausgerechnet zum zeitpunkt als grenadiere eine gruppe von vermummten aus der unterstadt richtung bundesplatz getrieben haben, die bewachung vom diesem abgezogen? hat die polizei etwa keinen funk, oder was? der polizeidirektor gesteht den fehler ein, seine leute vom bundesplatz abgezogen zu haben. unerwähnt bleibt, dass die gruppe von protestierenden gleichzeitig von anderen polizisten dorthin getrieben wurden und als sie den platz unbewacht vorfanden, fingen die zerstörungsakte an. das timing wirkt verdächtig, fast zu perfekt.

    no svp

    ich erwarte, dass in der berichterstattung solche und ähnlich fragen aufgegriffen und reflektiert werden, sonst müssen sich die medien den vorwurf gefallen lassen, dass sie von den xenophobischen nationalkonservativen politikern für ihren wahlkampf instrumentalisiert werden.

    indymedia: Die Linken und Netten schlagen zurück…
    habi: ganz fest gegen rassismus

    nachtrag: peter camenzind, .ch, erwähnt als einziger (meines wissens), dass die gruppe die später auf dem bundesplatz wütete, von polizisten dorthin getrieben worden war. im gegenzug sind auf den bildern von uwe schädelin, die im .ch abgedruckt worden sind, deutlich gesichter der protestierenden auszumachen. damit wird ein wichtiger codex der pressefotographen gebrochen. hier sind leute erkennbar, die jobs haben, zur schule gehen, söhne und töchter sind, die jetzt hoffentlich nicht wegen diesen doofen fotos mit schikanen rechnen müssen.

    und noch mehr links:

    Abt. Headliner: Einer aus’m Schwarzen Block (?) auf der Front der NYT
    NYT: Immigration, Black Sheep and Swiss Rage
    Switzerland reeling as radicals create havoc at rightwing political rally
    Die Schweizer Volkspartei – Wer den Hass sät
    Krawalle gegen Rechtsausleger
    das fantastische cover der TAZ

    Voting des Tages auf .ch: Schadet die SVP dem Schweizer Image im Ausland? Ja : 75.3% Nein : 24.7% Weiss nicht: 0%


    Tags: , , , racism, , ,
     
  • 10 years after the OJ verdict

    Jan Zup[ping]er 17:31:31 on 3.10.2005 | 0 Permalink | Reply

    A nation divided?

    Ten years after that verdict, what has become of OJ and the nation he divided? By Gary Younge

    younge presents a great overview of the oj simpson case and its implications on the prevalant, underlying racism in american society that again showed its face in the recent katrina crisis.

    The enduring lesson of the OJ Simpson trial is that no matter how many times black and white Americans rally around the same flag, black Americans occupy a philosophical and material landscape that white Americans only become aware of in times of crisis and conflict.

    When tens of thousands of mostly black Americans were forced to take shelter in the New Orleans convention centre, the then head of the Federal Emergency Management Agency admitted as much. In a rare moment of candour, Michael Brown told one interviewer: “We are seeing people we didn’t know exist”

    [via guardian.online]

    and in other news: this of course scares me: the disappearing plastic, just add water. please do not try to add water to this here piece o plastic…


    Tags: , , racism
     
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